25.2.2018 : 18:23 : +0100

Aufräum- und Renovierungstag 2004

Bei herrlichstem Spätsommerwetter hatten Freundinnen und Freunde des Sports die Trommeln des TuS gehört und sich am Sonnabendmorgen des 4. September zum Renovierungstag - dem dritten seit seiner Einführung 2002 - im Vereinsheim eingefunden. Es waren ca. 35, etwa so viele wie letztes Jahr, und es waren überschlägig alle Sportabteilungen vertreten, wobei bei einer Sparte die Zahl der Teilnehmer deutlich in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Größe stand. Dank guter Vorarbeit von Stefan Marx und Klaus Tüting konnten die anfallenden Arbeiten schnell verteilt und begonnen werden.

Völlig Unspektakuläres geschah: Fenster wurden geputzt, Holz mit Lasur gestrichen, Steckdosen, Schalter, Boiler repariert, der Innenhof ebenso wie die Außenanlagen radikal von Wildwuchs befreit (so radikal, dass von einem Baum im Innenhof nur noch ein Stumpf steht), Haken erneuert, Wasserhähne ersetzt, Fallrohre knallrot gestrichen und mit neuen - von Klaus selbst und hervorragend gezimmerten Verblendungen - versehen, verrottete Holzteile erneuert. Die Sporthalle und der Gymnastiksaal wurden mitsamt Matten und Sportgeräten gereinigt. Der Ersatz kaputter Leuchtstoffröhren in großer Höhe war schon eine besondere Leistung. Den Wasserfluten, die sich in den Duschen lange Zeit genug durch breite Spalten ins Mauerwerk ergossen hatten, wurde durch kunstvoll verstrichenen Fugenbeton in vehementem Einsatz Einhalt geboten. Hier zeichnete sich zwar nicht allein, jedoch insbesondere eine deutsch-chinesische Arbeitsbrigade aus: dieses herausragende Team arbeitete sogar in einem Klo zu Zweit, dem klassischen Einpersonen-Kleinstraum. Und dies bei Außentemperaturen von 27 Grad!

Erwähnt seien auch diejenigen Fleißigen, die sich bei eben diesen Temperaturen über Farbeimer mit Lösungsmittelgemischen beugten, deren Duft jeden anderen Drogengenuss vergessen lässt. Entsprechend erschöpft und glücklich waren sie danach.

Obwohl keine eigentlichen Meister ihres Fachs am Werke waren, und manch einer ein Werkzeug eher als tool im Sinne eines EDV-Hilfsmittels kennt, kam es zu keinen größeren Blessuren. Zwar wurde der Kopf eines Aikido-Kämpfers von einer Lampe hart getroffen, doch das brachte ihn nicht mal zum Wanken. Und schließlich führte der Renovierungstag auch zu neuen Einsichten: zum Malen mit dunklen Farben taugt ein weißes T-Shirt nicht.

Besonders toll fand ich Schwung und Einsatz einige junger Mädchen, die bis in den späten Nachmittag immer wieder nach neuen Aufgaben fragten. Ihnen standen zwei nur wenig ältere Ju-Jutsu-Sportler, die von morgens 10 bis abends 20 Uhr dabei waren, in nichts nach.

Der Tag endete in Harmonie abends zwischen 21 und 22 Uhr in der Kneipe. Bei Geplauder wurden die enormen Flüssigkeitsverluste durch Bier und Ouzo ausgeglichen. Vom Fleisch war keiner gefallen, denn die Monse-Erbsensuppe mit Wurst mittags war gut, reichlich und nachhaltig. Ihr Geschmack wird bis zum nächsten Mal im Gedächtnis haften.

Das Fazit: Der Renovierungstag ist ein großes Ereignis im Sportleben unseres TuS, welches dem Vereinsheim und seinen Sportanlagen erneuerte Funktionsfähigkeit und etwas helleren Glanz bringt. Dazu erspart er dem Verein, dem es wirklich nicht rosig geht, eine Menge Geld für Reparaturen. Und überdies ist es ein gruppendynamisches Erlebnis, denn miteinander für einen guten (Selbst)Zweck zu arbeiten und daneben auch mal nette Leute aus anderen Sparten kennen zu lernen, bringt Befriedigung und Freude - und Freunde! Allen Mitwirkenden sei herzlich gedankt.

Felix OGGER