25.2.2018 : 18:23 : +0100

Aufräum- und Renovierungstage 2006

Im April fand der erste Renovierungstag des TuS im Jahr 2006 statt, der im Hinblick auf das Jubiläum diesmal im Besonderen die Verschönerung des Vereinsheims und seiner Umgebung im Fokus hatte. Mit ungefähr 25 TuS-lern war die Arbeitsbrigade ähnlich stark wie in der Vergangenheit; die Helfer kamen aus nahezu allen Abteilungen. Sehr erfreulich! Erfreulich auch die Mischung aus Alt und Jung. Allen, die mitgearbeitet haben, sei herzlich gedankt.

Die Vorbereitung des Renovierungstages war gut, das Wetter spielte leidlich mit, das Essen kam dieses Mal nicht nur aus der Blechdose sondern von Monse. So stand einem fröhlichen Werkeln nichts im Wege. Das alles zog sich bis in den Abend und endete wie immer mit einem entspannten Klönschnack in der Kneipe. Auf unserer Homepage kann man anhand der Fotos diesen schönen und erfolgreichen Sonnabend nachvollziehen.

Wie eingangs erwähnt, sollte dieser Renovierungstag im Zeichen der Verschönerung des Vereinsheims stehen. Das war das Ziel. Doch bevor wir verschönern konnten, musste an einigen Stellen erst mal ein alter Zustand wiederhergestellt werden. Dies dämpfte den Elan erheblich! Der Grund: Spraydosen-Virtuosen hatten sich wieder mal unser Gebäude als Leinwand für einen Ostergruß ausgesucht, was dann auch wieder einen Polizeieinsatz zur Folge hatte. Was Ortswahl und künstlerische Aussagekraft der Graffiti betrifft, sei den Artisten allerdings ausdrücklich eine hochgradige Phantasiearmut attestiert.

Weil es so schön passt, soll hier noch ein bemerkenswertes Traktat des ASTA der Uni Oldenburg zitiert werden. In einem Newsletter vom 7. März 2006 teilt er unter der Überschrift “Graffiti ist Kunst – kein Verbrechen“ mit, dass er den Aufruf der Rechtshilfe Oldenburg unterstütze und gibt Folgendes auszugsweise wieder: “Graffiti wird zunehmend auch in Oldenburg mit unverhältnismäßigem Aufwand bekämpft und Writer werden kriminalisiert. Während besprayte Stücke der Berliner Mauer als Kunst verkauft werden, (...) werden diejenigen, die diese Kunst und Ausdrucksform im Alltag praktizieren, der Öffentlichkeit wie SchwerverbrecherInnen präsentiert.(...) In fast jeder größeren Stadt, so auch in Oldenburg, gibt es eine Sonderkommission Graffiti (...).“

Über die Tiefe dieser Argumentation mag man nachdenken. Ich versichere – auch im Namen aller Beteiligter, besser Betroffener -, dass es wirklich nicht spaßig ist, wenn Leute, die am Renovierungstag eigentlich Sinnvolleres zu tun hätten, diese Schmierereien regelmäßig wegmachen müssen und definitiv wissen, dass sie in einem halben Jahr die gleiche idiotische Arbeit erwartet. Und ein Letztes: diese Farborgien sind in Minuten vollbracht, während ihre Beseitigung Stunden dauert.

Trotz meines unverhohlenen Zorns möchte ich wieder dafür werben, beim nächsten Renovierungstag im September mitzumachen. Es lohnt sich – dennoch!

Felix OGGER

2. Aufräum- und Renovierungstag 2006

Es war der 7. Renovierungs-, Aufräum- und Säuberungstag des TuS Bloherfelde seit 2002. Und wie seine Vorgänger ein voller Erfolg. Gute Stimmung, tolles Spätsommerwetter zum Herbstanfang. Erstaunlich: trotz massiver Konkurrenz durch die am selben Wochenende vom TuS anlässlich seines 100. Jubiläums veranstalteten Tischtennis-Kreismeisterschaften in der Brandsweghalle, eines ebenfalls aus Anlass des 100. Geburtstages des TuS von ihm initiierten Fußballjugendturniers auf dem Kennedy-Sportplatz, eines Spieltags der Volleyballer und einer Konkurrenz der Badmintonspieler fanden sich ab 10 Uhr nach und nach knapp dreißig TuS-ler ein. Dies zeigt - überzeugend -, dass der Renovierungstag mittlerweile eine große Resonanz im Verein hat. So sollte es bleiben.

Wieder mal war es ein schöner Querschnitt durch Altersgruppen und Sparten. Besonders auffallend und höchst erfreulich, dass schon seit einigen Renovierungstagen eine Gruppe Trampolinmädels regelmäßig und mächtig aktiv mitmischt. Sie sind mittlerweile eine richtig feste Größe. Auch sind immer wieder JuJutsu-Sportler mit ihrem Trainer Klaus Ehrentraut dabei und langen tatkräftig und effektiv hin. Und Freude macht es, wenn die noch kleine Turnerin Lea viele Stunden mithilft. Allen, die dabei waren und mitgeholfen haben, hier schon mal ein herzliches Dankeschön. Bunte Bilder dazu könnt ihr auf der Homepage sehen.

Einen detaillierten Report über den Renovierungstag erspare ich mir. Im Wesentlichen sind es die immer gleichen, jedoch wichtigen Tätigkeiten: Sanitäres reparieren, Sporthalle, Gymnastiksaal und Geräte säubern, Garten- und Malerarbeiten, Lampen ersetzen, das Dach von Flaschen und Schmutz befreien. Klar, Kröten aus ihrem Verließ unter dem Eingang befreien und ins Freie zu setzen - wie schon einmal -, lässt Kinderherzen höher schlagen und ist berichtenswert.

Manche Folgen der Aktivitäten sind deutlich zu sehen sind: die Zuwegung, der Innenhof, die Hecke, geputzte Fenster, frische Farben. Vieles, was gemacht wurde, ist jedoch nicht unmittelbar erkennbar und dennoch wichtig. Handwerker können wir nicht bezahlen. Eine ausführlich vorbereitete Mängelliste trug auch dazu bei, erfolgreich zu reparieren.

Wie stets klang der Tag in der Kneipe in kleinem Kreis aus.

Zum Schluss height="413" was rundum Erfreuliches. Anlässlich des Jubiläums wurden die großen Fenster des Gymnastiksaals lustig-bunt mit allerlei Motiven bemalt. Schon kurz danach dämmerte, dass das eine geniale Idee gewesen sein könnte, um die Farbschmierer von ihrem ruchlosen Tun abzuhalten. Tatsächlich sind die Fenster bis heute sauber geblieben. Dies muss zwar nicht von ewiger Dauer sein, ermutigt jedoch, dem nächsten Renovierungstag mit gelassener Erwartung entgegen zu sehen. Bis dahin also...

Felix OGGER