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23.11.2017 : 10:09 : +0100

Skifahrt des TuS nach Galtür 2012

Ankunft in Galtür
Nur am Seil ging es zur Hütte
Unsere idyllisch gelegene Herberge am Zeinisjoch
Viel Spaß im Lift
Mittagspausen auf der Fluchthornalm
.. und Pausen zwischen durch waren immer wichtig
Kaffeetafel nach einem erfüllten Skitag an unserer Herberge

Nach langen Jahren schmerzlicher Abstinenz hat es dieses Jahr wieder geklappt: die Skifahrt des TuS nach Galtür in Österreich. Genauer gesagt – in das Selbstversorgerhaus am Zeinisjoch auf der Grenze zwischen Tirol und Vorarlberg.

Diese Grenzlage ist auch die Ursache für die mehrjährige Unterbrechung unserer Reiseaktivitäten. Keins der beiden Bundesländer fühlt sich zuständig für den Lawinenschutz der Häuser am Zeinisjoch…….

Aber ein mutiger Trupp von 15 TuS´lern wagte es nun wieder – mit dem Damoklesschwert im Nacken, bei Lawinenalarm mit Sack und Pack zum Schlafen auf höher gelegenes Terrain auszuweichen.

Dank perfekter Organisation von Frauke und Kalle wurden auch die Neulinge im Reiseteam schon beim Vortreffen eingestimmt. Die Menüs festgelegt, Tipps für Leihequipment und sonstige Anregungen gegeben, Verteilung von Aufgaben – das ging alles flott voran und schon war die erste Urlaubsvorfreude da! Beide übernahmen auch noch die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und – nicht zu vergessen – Getränken, so dass nichts schiefgehen konnte.

Die Anreise am 24. März mit Bus und Auto klappte ohne Probleme und so fanden wir uns ziemlich pünktlich am Zielort ein, um unser Gepäck in Adolfs Pistenraupe zu verladen, und das war eine ganze Menge.

Will man keinen Hubschrauber benutzen oder sich 400 Höhenmeter zu Fuß bis zum Haus von Bellinda und Adolf hochquälen, muss man auf die vorhandenen Verkehrsmittel zurückgreifen. Die Pistenraupe und die Gondel. Von der Bergstation abfahren und dann ans Seil – für die meisten von uns eine leichte Übung und lange vermisst. Nur Uwe war noch nicht so weit. Mental. Und das erste Mal auf Skiern, da nahm er lieber die Pistenraupe und gesellte sich zu unserer Jüngsten Lina (5) in die Fahrerkabine.

Uwe nahm dann allerdings in den nächsten Tagen die Herausforderung des Skilaufens so offensiv an, dass man nur noch staunte. Zitat Tom (8): „Weißt du Uwe, was du falsch machst? Du musst einfach langsamer fahren.“ Er hat sich dann bei der Skitaufe auf dem Bergfest seinen Taufnamen „Ich fürchte mich nicht“ zu Recht verdient. Doch seine Technik wurde dann immer besser, auch wenn er nicht an den stilsicheren Lutz oder die schnelle Sabine herankam.

Mareike traute sich nach langer Zeit wieder auf Skier und kam mit ihren kurzen Brettern gut zurecht. Überhaupt machte das Fahren uns allen Spaß - bei tollem Wetter und guten Schneebedingungen, auch wenn es nachmittags auf den Südhängen schon sulzig wurde.

Schon morgens um 9.00h standen wir auf den Brettern, um uns von der Pistenraupe ins Skigebiet ziehen zu lassen. Kalle nahm sich dann immer wieder die Zeit, nicht nur Uwe, sondern auch uns anderen weniger Geübten noch einiges beizubringen. Und Ingrid gab den einen oder anderen Tipp zur Verbesserung unseres Carving-Stils.

Ein bisschen schwierig waren die Mittagsverabredungen, da Thorsten und Mareike ihre Kinder Lina und Tom teilweise in der Skischule hatten und die restlichen Skifahrer in kleinen Gruppen durchs Skigebiet kreuzten. So wurde die eine oder andere Hütte ausprobiert, aber schließlich landeten wir doch wieder beim Altbewährten, der Fluchthornalm. Hier konnte man in der Sonne sitzend auch gut seine mitgebrachten Butterbrote zum Radler verzehren, wenn man sich nicht durch die Speisekarte mit österreichischen Kohlehydraten arbeiten wollte.

Die La-Ola für die abendlichen Kochgruppen blieb diesmal aus, was aber keineswegs mit der Qualität des Essens zusammen hing. Ich habe vielmehr den Verdacht, dass der Sättigungsgrad dafür immer zu hoch war. Wieder mal – eigentlich wie immer – schmeckte das Abendmenü vortrefflich, ebenso wie der Kuchen, der der nach Rückkehr (am Seil) aus dem Skigebiet serviert wurde. Mehr oder weniger zufällig war immer mindestens einer aus der Gruppe im Haus geblieben, so dass die nachmittägliche Versorgung mit Kuchen, wahlweise Kaffee, Tee oder Bier sichergestellt war. Leider war das z.T. krankheitsbedingt, Tom hatte sich noch schnell vor dem Urlaub Windpocken eingefangen und Conna schleppte sich mit einer langwierigen Infektion herum. Das hinderte Sie aber nicht daran, abends beim Doppelkopf Kalle eins auszuwischen.

Größere Unfälle gab´s zum Glück nicht, nur Wilke hatte Pech mit einem Sturz, der sich leider später noch auf seine Volleyballaktivitäten auswirkte. Und Stefans Nase war über die unkonventionelle Methode von Uwe, aus dem Doppelsessel auszusteigen, nicht begeistert. Dafür blieben andere gleich drin sitzen, weil sie wohl träumten oder das tolle Wetter mit Aussicht genossen, und der Lift musste eine Notbremsung machen. Nicht wahr, Kira?

Es gab natürlich auch einen Wermutstropfen: Unter unerklärlichen Umständen zerstörte sich in der Selbstversorgerküche ein Ceranfeld, das wir leider ersetzen mussten – wie immer ist genau dafür kein Versicherungsschutz da, wo man ihn braucht!

Trotzdem glaube, allen hat es gut gefallen und ich hoffe, wir fahren nächstes Jahr wieder hin – vielleicht auch mit dir?

Gerald

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